eLearning / Digitale Kompetenzen

Der Umgang mit digitalen Medien ist für junge Menschen mittlerweile zur Selbstverständlichkeit geworden. Dieser Entwicklung muss im schulischen Umfeld Rechnung getragen werden. Digitale Kompetenzen sind heute eine Grundvoraussetzung für die Teilhabe an Bildung, Wirtschaft und Gesellschaft. Folgende Kompetenzen sollten daher während der schulischen Ausbildung an der NMS von Schülerinnen erworben werden:

  1. Kenntnis und Reflexion der Wechselwirkung zwischen Informations‐ und Kommunikationstechnologie, Mensch und Gesellschaft
  2. Kompetenter Umgang mit Informatiksystemen
  3. Kenntnis informationstechnologischer Grundbegriffe und Zusammenhänge
  4. Kompetente Nutzung von Informatiksystemen zur Bewältigung von Aufgaben der Alltagsanwendungen

Der Erwerb dieser Kompetenzen sollte bis zur Beendigung der 8. Schulstufe abgeschlossen sein. Diese sind als Entwicklungsziele aufzufassen, welche für jeden Standort Gültigkeit haben. Wie diese Entwicklungsziele erreicht werden, obliegt den einzelnen Standorten. Jede Schule kann daher individuell auf die standortspezifischen Bedürfnisse eingehen und autonom entscheiden, in welcher Form der Kompetenzerwerb erfolgt.

Um eLearning erfolgreich und nachhaltig in der Unterrichtspraxis implementieren zu können, bedarf es eines Umdenkens der Lehrenden. Die Möglichkeiten, die die neuen Lernformen offerieren, müssen als Lehrmedium neben traditionellen Medien, wie Tafel, Heft und Overhead, begriffen werden. Daher ist eine Grundvoraussetzung, dass eLearning nicht mit EDV gleichgesetzt wird, obwohl Grundkenntnisse der IKT für einen erfolgreichen Einsatz erforderlich sind.

Aufgaben der eLearning-Beauftragten

Folglich ist die Rolle der eLearning-Beauftragten mit der einer Multiplikatorin gleichzusetzen. Sie hat die Aufgabe, den aktuellen Entwicklungsstand der jeweiligen Schule festzustellen und adäquate Fortbildungsangebote, aus den bereits bestehenden Fortbildungskatalogen der PHs, zu ermitteln und zusammenzustellen. Dadurch übernimmt sie die Funktion einer Prozessbegleiterin, die selbst über IKT-Grundkenntnisse verfügt. Diese Grundkenntnisse sollten sie dazu befähigen, die neuen Lernformen für ihren eigenen Unterricht sinnvoll einzusetzen, um dadurch die Umsetzbarkeit und den Mehrwert für andere Kolleginnen herauszustreichen.

Es ist nicht Aufgabe der eLearning-Beauftragten, komplexe Prozesse und Fachberatungen, wie etwa die Einführung einer Lernplattform, durchzuführen. Die eLearning-Beauftragte sollte zwar in diese Prozesse miteinbezogen werden, jedoch müssen diese von der Leitung der Schule initiiert und getragen werden.

Erforderliche Voraussetzungen und Aufgaben

  • grundlegende IKT-Kenntnisse
  • Offenheit gegenüber neuen Lehr- und Lernformen
  • Motivation eLearning in die alltägliche Schulpraxis zu implementieren
  • Feststellung des Entwicklungstandes der Schule (DIGIcheck)
  • Überblick über aktuelle Fortbildungsangebote der PHs
  • Ideengeber für Schulentwicklungsprozesse im Bereich eLearning

Indikatoren für eine erfolgreiche Implementierung eines Entwicklungsprozesses im Bereich eLearning

  • Jeder NMS-Standort verfügt über eine eLearning-Beauftragte.
  • An jeder Schule wurde der DigiCheck durchgeführt.
  • Die Beauftragte ist auf der Plattform nms.lehrerweb.at registriert. Sie erhält Nachrichten über das Nachrichtenforum und kann über dieses, mit dem Koordinationsteam in Kontakt treten.
  • eLearning wird pro Klasse in fünf Gegenständen zumindest zweimal pro Monat eingesetzt.
  • eLearning-Beauftrage wissen über das Angebot der e-Lectures Bescheid und können das aktuelle Kursangebot abrufen und im Lehrkörper kommunizieren (z.B.: DigiKomp).
  • eLearning-Beauftrage haben einen Überblick über aktuelle Angebote seitens des Stadtschulrats für Wien und des Bundesministeriums für Bildung und Frauen.
  • Lehrerinnen begreifen eLearning als Lehr- und Lernmittel und verfügen über die Fähigkeiten und Fertigkeiten, bestehende Angebote an ihren Unterricht anzupassen und Materialien sowie Beispiele selbst zu erstellen.
  • eLearning ist 1x pro Schuljahr Thema bei einer Konferenz.

 

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